30.11.2021

Das Museum hat heute geschlossen

Öffnungszeiten

Mi-So: 10.00-18.00 Uhr



Tickets
Adresse

Fürstenauer Weg 171
49090 Osnabrück

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Highlights

Euer täglicher Wasserverbrauch

In der Ausstellung gibt es einen riesigen Turm aus Mineralwasserkästen – über 5 Meter hoch! So viele Flaschen Wasser, wie dort aufgestapelt sind, verbraucht Ihr jeden Tag! So viel könnt Ihr niemals am Tag trinken? Das stimmt sicher!

Aber: Eingerechnet ist hier auch das Wasser, das Ihr zum Duschen, Waschen, Kochen, Spülen und für den Toilettengang benötigt. Und noch mehr: Auch das Wasser, das in den von Euch verwendeten Produkten steckt, zählt dazu. Denn für jede Ware und Dienstleistung wird ebenfalls Wasser benötigt, für ihre Herstellung und ihren Transport – im Inland und im Ausland. Ihr verbraucht also nicht nur direkt Wasser, sondern auch indirekt. Diese Wassermenge ist viel größer als die, die Ihr direkt nutzt! Zusammen genommen ergeben der direkte und der indirekte Wasserverbrauch den sogenannten Wasserfußabdruck.
Der Turm symbolisiert also Euren Wasserfußabdruck, das heißt den durchschnittlichen direkten und indirekten Wasserverbrauch pro Kopf in Deutschland an einem Tag. Könnt Ihr schätzen, wie viel Liter es sind? In der Ausstellung findet Ihr die Lösung!

Reproduktion in 2,5-facher Vergrößerung; Original: Osnabrück, 1816
Niedersächsisches Landesarchiv, Abteilung Osnabrück
K Akz. 2005/001 Nr. 1 M

Charte vom Laufe der Hase durch das Fürstenthum Osnabrück

In der Ausstellung gibt es eine große Karte, die quer durch den Ausstellungsraum auf dem Boden verläuft – eine 2,5fache Vergrößerung einer historischen Karte der Hase. Als Urheber wird A. Pagenstecher genannt; hierbei handelt es sich vermutlich um Albrecht Pagenstecher (1800–1863). Der spätere Richter und Syndikus in Osnabrück könnte den detaillierten Haseverlauf als junger Erwachsener angefertigt haben. Sie besteht aus 25 Einzelblättern; aneinandergelegt ist die Karte schon im Original 11,30 m lang!

Die Karte ist keine exakte zeitgenössische Gesamtaufnahme „vom Laufe der Hase“: Zum einen verfolgen auch Karten bestimmten Zwecken, zum anderen war bis zum beginnenden 19. Jahrhundert das kartographische Werkzeug begrenzt. So hat Pagenstecher vermutlich nach einer oder mehreren Vorlagen gearbeitet, ohne Kenntnis der lokalen Begebenheiten. Dennoch öffnet die Karte das Fenster in die Geschichte des heutigen Landkreises – und macht deutlich, wie sehr die Hase sich durch spätere menschliche Eingriffe in ihrem Verlauf verändert hat.

Für die Bevölkerung im Umfeld der Hase war der Fluss in vielfältiger Weise von prägender Bedeutung: Er schützte als natürliche Barriere Städte und Festungsanlagen oder speiste ihre Umfriedungsgräben. Allerdings trat er gerade im Frühjahr und im Herbst über die Ufer und verursachte verheerende Überschwemmungen mit Ernteverlusten. Das Wasser der Hase trieb Mühlen an und das nährstoffreiche Hasesediment ermöglichte als Dünger den Anbau von Getreide und Leinen. Andererseits wurde die Hase durch Abwässer und die industrielle Nutzung verschmutzt oder in ihrem natürlichen Lauf verändert.

de loop de haase — der Lauf der Hase

Impressionen zum Fluss Hase
Ein Filmbeitrag von FILMENTHUSIASTEN Mark & Friends, 2020/21

 

Der Film präsentiert Impressionen entlang des Haseflusses. Er stellt engagierte Menschen vor, die sich für die Renaturierung der Hase im Beruf und im Ehrenamt engagieren, die ihre Freizeit auf dem Fluss verbringen oder sich mit seiner Geschichte befassen. Der Dokumentarfilm ist zudem eine Reise durch die Zeit, als Menschen sich gegenseitig das Wasser abgruben, sich um den Standort der Waschbänke stritten und die Hase ein sehr gefährliches Gewässer war.

Audiostation

Wasser ermöglicht, begleitet und gefährdet Leben. Im Wasserrecht spiegelt sich diese Bedeutung. Es ist ein altes Rechtsgebiet mit immer neuen Regelungen. Wie anderes Umweltrecht auch regelt es die Nutzung der Umwelt: Umweltschutz und Umweltnutzung ins rechte Verhältnis zu setzen ist die anspruchsvolle Aufgabe.

Damit unterschiedliche Nutzer sich Wasser nicht gegenseitig streitig machen, sieht das Wasserrecht Genehmigungspflichten vor. Zunehmend müssen Wassernutzer und Wasserbehörden damit umgehen, dass Wasser ein knappes Gut ist. Auch das Problem der Wasserverschmutzung spielt im Recht eine immer größere Rolle. Wasser ist aber auch selbst eine Gefahr, der mit verschiedenen Instrumenten begegnet wird. Die Klimakrise verschärft diese Problemfelder noch. Ob das geltende Recht die Folgen ausreichend erfasst, ist zweifelhaft. In vielen Teilen der Welt steht Wasser nicht in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung, im Internationalen Recht wird deshalb diskutiert, ob es ein Menschenrecht auf Wasser gibt.

Verfasst und eingesprochen von:
Prof. Dr. Pascale Cancik, Valerie Ludwig und Jan Markgraf
Institut für Kommunalrecht und Verwaltungswissenschaften
Universität Osnabrück

 

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