30.11.2021

Das Museum hat heute geschlossen

Öffnungszeiten

Mi-So: 10.00-18.00 Uhr



Tickets
Adresse

Fürstenauer Weg 171
49090 Osnabrück

Passwort vergessen?
Wenn Sie noch keinen Zugang haben, können Sie sich hier registrieren.

Martha Schneider, Gretchen Elfers, Gretchen Stoppelkämper, Christiane Stoppelkämper, Drütchen Koversmann und Dortchen Probst, wohnhaft in Osnabrück, arbeiteten 1844 in der Packstube der Zigarrenfabrik André.

Die Firma hatte dem Magistrat der Stadt zugesagt, dass die Frauen dort ohne Männer tätig waren. Diese Zusage erfolgte deswegen, weil der Magistrat der Stadt Osnabrück 1842 die Tätigkeit von Frauen in Zigarrenfabrik wegen angeblich unsittlicher Zustände verboten hatte. Die Zigarrenfabrikanten, die betonten, sie seien auf die Arbeiterinnen angewiesen, um konkurrenzfähig zu bleiben, versuchten immer wieder das Verbot zu umgehen. Anfang der 1860er Jahre wurde das Verbot dann wieder aufgehoben.

Frühindustrielle Betriebe beschäftigten auch Frauen. Vor allem in den Textil-. Papier- und Tabakfabriken wurden sie für die geringer bezahlten Tätigkeiten angestellt. Dazu zählten u. a. das Sortieren und Reinigen der Lumpen in der Papierfabrikation oder die Tätigkeit als Wickelmacherin bei der Herstellung von Zigarren. Für die Betriebe waren die zumeist unverheirateten Frauen billige Arbeitskräfte. Infolgedessen wehrten die Unternehmen sich gegen Bestrebungen seitens der Stadt Osnabrück, die Frauenarbeit in den Fabriken einzuschränken bzw. zu verbieten.

NEWSLETTER

Sie möchten aktuelle Infos aus dem MIK erhalten?
Jetzt für unseren Newsletter anmelden!

Mit der Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse erklären Sie sich
mit unserer Datenschutzerklärung einverstanden.